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oder diese Geschichte:
Kuan-yin, oder auch Kuan-shi-yin, das man mit "den flehenden Ton der Welt
betrachtend" übersetzen kann, zählt zu den vier großen Bodhisattvas des
chinesischen Buddhismus.
Es gibt einige Legenden, die bekannteste ist folgende:
Sie ist die dritte Tochter des Königs Miao-chung, Miao-shan ("die wundersame
Gute").
Gegen den Willen ihres Vaters tritt sie ins Kloster der Weißen Spatzen ein.
Dieser versucht mit allen Mitteln, sie zur Rückkehr in die Weltlichkeit zu
bewegen, und will sie schließlich durchs Schwert töten lassen.
Doch in diesem Moment erscheint Yama, der Herr der Höllen, und entführt sie in
die Unterwelt. Dort lindert sie die Qualen der Verdammten und verwandelt diesen
Ort in ein Paradies.
Darauf läßt Yama sie frei, und sie wird auf der Insel P'u-t'ou-shan
wiedergeboren, wo sie die Seeleute vor Stürmen schützt.
Als ihr Vater schwer erkrankt heilt sie ihn, indem sie ein Stück ihres eigenen
Fleisches auf die kranke Stelle legt. Aus Dankbarkeit läßt ihr Vater zu ihren
Ehren eine Statue errichten.
Kuan Yin wirkt im Strahl der Liebe; sie fördert Toleranz und Mitgefühl und die
Hingabe in den Fluß des Lebens.
Sie manifestiert sich in allen erdenklichen Formen dort, wo ein Wesen seiner
Hilfe bedarf, vor allem bei Bedrohung durch Wasser, Feuer, Dämonen und Schwert.
Außerdem ist sie derjenige Bodhisattva, an den sich kinderlose Frauen um Hilfe
wenden.
In frühen Darstellungen wies Kuan Yin männliche Züge auf,
die weiblichen Züge in jüngeren Darstellungen sind auf taoistische und
tantrische Einflüsse zurückzuführen.
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